Bolivien – Nationalpark Amboró – Tag 1

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Die Ereignislosigkeit in der Dschungelshow eines deutschen Premiumprogrammanbieters hat in uns das Bedürfnis geweckt, selbst wieder einmal ein Camp inmitten eines brodelnden Urwalds zu besuchen. Ein einfach zu lösendes Problem, denn wenn auch hartnäckig vom „Andenstaat Bolivien“ die Rede ist besteht das Binnenland aus 3 Klima- bzw Vegetationszonen: Tropischer Regenwald, Buschsavannen und eben verschiedene Anden-Stufen. Damit wird es – gemessen an der Zahl unterschiedlicher Regionen im Verhältnis zur Fläche – das vielfältigste Land Südamerikas.

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Wir wählten die Pufferzone des Amboró Nationalparks, weil es dort ein privates Refugio (Dschungelcamp) in einer traumhaften Lage gab.

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Das Refugio de los Vulcanes ist von Santa Cruz aus in nicht ganz 2 Stunden mit mehrere Fahrzeugtypen erreichbar, wobei der letzte zwingend einen Vierradantrieb haben muss.

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Trotz der rund 20 Schlafmöglichkeiten in den 10 Räumlichkeiten blieben wir in der Nacht mit unserem jugendlichen Führer und dessen Freundin allein in der Wildnis. Köchin, Hausmeister und deren Kinder fahren am Abend in ihren Wohnort außerhalb des natürlichen Tal-Kessels.

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Von dem jungen Machetenschwinger und Lagerhund Chicito wurden wir tagsüber durch den Wald und die Berge geführt. Dabei folgten sie Themenpfaden, die vorsichtig in das von steilen Bergen umgebene Paradies getreten und geschnitten wurden.

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Die Themen orientierten sich am wahrscheinlichen Antreffen bestimmter Waldbewohner, wobei wir während dreier Wanderungen niemals die Spezies antrafen, die wir erwartet hatten. Immer dabei waren auch Mosquito und Co. die wir uns mit einer Sprühflasche DEET halbwegs vom Leibe hielten, die von unserer Amazonas-Tour noch übrig war.

Die Tageszusammenfassung und die Dschungelprüfungen nun im Einzelnen: Tag 1

Wer Dr. Bob zugehört hat, weiß, dass Baumschlangen fast immer giftig sind. In diesem Fall ist es eine endemische Vibora. Da Dr Bob in Australien weilt, gilt es, den furchtlosen Lagerhund Chicito festzuhalten und nichts Unüberlegtes zu tun!

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Es sieht nur so aus, als hätten die sich gern. Einer muss das Lager verlassen, kann aber noch dauern…

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Raschelnde und knackende Zweige über uns signalisierten, dass wir in rund 30 m über uns eine Gruppe von Followern hatten. Nach kurzer Zeit kippte die Stimmung und sie warfen Hölzchen nach uns. Wir ertrugen dies, Sterne gab es keine.

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Die Humusdecke ist dünn, da kann man nicht tief wurzeln. Für ordentliches Stehvermögen braucht es Brettwurzeln.

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Nicht alles was wie Spargel aussieht, kann die kargen Essensrationen aufwerten. Lieber nicht ohne den Segen von Dr. Bob essen.

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Pilzsucher werden hier auch ausserhalb der Saison immer fündig.

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Auch um das Camp herum gibt es zahlreiche Trittbrettfahrer, die schnell ins Rampenlicht kommen wollen. Hier heißen sie Bromelien oder Aufsitzerpflanzen. Übrigens: Die Ananas ist auch so eine.

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Wenigstens einer, der sich während der zahlreichen Regenschauer mal nützlich macht.

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