Argentinien – Patagonien – San Carlos de Bariloche

Grundsätzlich ist es möglich von Las Varas aus mehrere Fährverbindungen über diverse Seen derart miteinander zu verketten, dass man nach mehreren Tagen nicht nur im argentinischen Bariloche angekommen ist, sondern dabei auch noch die Anden-Kordilleren überquert hat. Wir wählten ein Busunternehmen, das uns in Aussicht stellte, 6 Stunden für die Strecke zu benötigen. Sie führte durch die Regionalmetropole Osorno, an selbigem Vulkan vorbei, durch einen Nationalpark und schließlich über einen gut ausgebauten Andenpass. Der Grenzübertritt nach Argentinien bedeutete für uns auch Abschiednehmen von Chile.
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San Carlos de Bariloche liegt am nördlichen Rand von Patagonien aber man muss dies ausdrücklich erwähnen. Denn wenn man durch die engen Straßen schlendert glaubt man, in Tirol oder der Schweiz zu sein.
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Architektur, Gastronomie und Landschaft versetzen den Besucher in eine Alpenregion. Die Antwort darauf, welche es nun sei, verliert sich in der Mischung aus alpinen Baustilen.
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Das Umland erinnert mich deutlich an den Chiemsee mit den nahen Bergen.
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Wahr ist, dass die Region von vielen flüchtigen Naziverbrechern als Durchgangsstation genutzt wurde. Hier könnte man unauffällig z.B. als „Hans Baumann“ oder „Helga Weiss“ untertauchen.
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Wenn man dem argentinischen Journalisten Abel Basti Glauben schenken mag, dann hat auch Adolf Hitler mit Eva Braun unter einem Alias hier Zuflucht gefunden, bevor er als Fließband-Arbeiter in einem argentinischen VW-Werk seine berufliche Karriere beendete.
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Wer hier – wie wir – wandert, mit dem Mountainbike fährt oder eine lokale Schokoladenspezialität zu sich nimmt, den lässt das ungute Gefühl nicht los, dass auch gesuchte Kriegsverbrecher ihren Lebensabend derart gestaltet haben könten.
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In dem milden aber staubigen Klima habe ich mir meinen Kamerasensor nun endgültig versaut, so dass ich um eine professionelle Reinigung nicht herumkommen werde.

Ein Gedanke zu “Argentinien – Patagonien – San Carlos de Bariloche

  • 20. Januar 2015 um 16:19
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    … und blond scheint als haarfarbe auch keine seltenheit zu sein ;-) schon merkwürdig, so weit weg der deutschen geschichte so nah zu sein. und immer wieder interessant zu sehen, wie sich eine kultur konserviert.

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