Argentinien – Patagonien – Rio Gallegos

Wir sehnten uns nach weniger Tourismus, nach einem unberührtem Stück Argentinien. Wir träumten von einem Ort ohne Empfehlung in einem Reiseführer; Von einem flimmernden Etwas am Ende einer öden und endlos scheinenden, staubigen Straße,
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für die wir die legendäre Ruta 40 hätten verlassen müssen;
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Nach einem Reiseziel ohne Stellplätze für Campervans. Es sollte über ein heruntergewohntes Hotel verfügen, das nur von Geschäftsreisenden genutzt worden wäre als es noch Geschäfte abzuschließen gegeben hätte;
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Mit einer älteren Frühstücksdame, die mit einer silbernen Kaffeekanne in ihren Händen in der Mitte des Raumes stünde und nur den argentinischen Gästen einen zweiten Café angeboten hätte.
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Der Hafen dieser Stadt ohne Attraktionen hätte seine Entstehung dem alleinigen Umstand verdanken können, dass in der Gegend eine Transportmöglichkeit für Bergbauprodukte wie z.B. Steinkohle benötigt würde, als diese Produkte noch eine wirtschaftliche Bedeutung gehabt hätten.
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In unserer Vorstellung hätte diese Stadt eine Vielzahl von Söhnen und Töchtern für große Taten mit nationalem Rang in die Ferne entsandt und allesamt seien an der Unmöglichkeit ihrer Aufgaben gescheitert. Zum einen, weil sie sich nicht gebührend vorbereitet hätten, zum anderen, weil sie als Repräsentanten von Interessengruppen die Plünderung nationaler Ressourcen lediglich verschleierten.
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Wir betrachteten eine Karte Argentiniens und unsere Fingerkuppen glitten über den südlichen Teil der Provinz Santa Cruz. Plötzlich trafen sich unsere suchenden Blicke an einer Stelle, an der ein Fluss in den Atlantik mündete und eine gleichnamige Stadt verzeichnet war: Rio Gallegos. Sie beherbergte eine Militärbasis, von der aus 1982 die Falkland-Operation koordiniert wurde. Außerdem erfuhren wir, dass die Präsidenten-Familie Kirchner aus ihr stammen soll.

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