Argentinien – Carnivore II

Der Vegetarier spielt in der argentinischen Ernährung eine wichtige Rolle – im Besonderen als Grillgut in der Parilla.
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Die Parilla ist sozusagen das Ernährungszentrum des Argentiniers. In Köln würde man Grillhaus oder – wie in Köln Nippes der 90er Jahre – einfach „Grill 2000“ dazu sagen. Ganz vorne auf dem Rost bzw. am Feuer liegt das rote Fleisch des Vegetariers, meist Rind oder Schaf aber auch Lama oder Guanako.
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Wohl wegen seiner herausragenden Stellung wird es gerne gekreuzigt und an den Rand eines offenen Feuers gestellt.
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Weißes Fleisch hingegen, wie es die Allesfresser – Schwein oder Geflügel – liefern, kann als Sättigungsbeilage dienlich sein. Aber Vorsicht: Als Mann ein Hühnchen zu bestellen kann schnell dazu führen, dass man als homosexuell eingeschätzt wird. Das wäre weiter nicht schlimm, wenn es nicht folgende Bewandtnis hätte: Homosexualität wird hierzulande nicht ähnlich interpretiert wie z.B. in einer Kölner Walldorfschule; also als gleichberechtigte sexuelle Ausrichtung oder als Spielart der Natur. Vielmehr muss man als männlicher, mutmasslicher Homosexueller eine gewisse Nachrangigkeit in der gesellschaftlichen Wertschätzung hinnehmen. Ähnlich wie der Sohn der Prostituierten – oder gar alles das, was eine Prostituierte im metaphorischen Sinne gebären könnte – ist der Homosexuelle nämlich ein unverzichtbares Element im Satzbau des argentinischen Mannes. Es ist eine Position, die es keinesfalls anzustreben lohnt.
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7 Gedanken zu “Argentinien – Carnivore II

  • 8. Januar 2015 um 4:44
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    Hallo Robert,
    vielen Dank! – Auf Berichte wie diesen freu ich mich schon seit Wochen! :-)
    – Mir läuft jetzt schon das Wasser im Mund zusammen…!
    Euch alles Gute,
    Alex

    Antwort
    • 8. Januar 2015 um 13:33
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      Weiss ich doch, mein Lieber! Weitere Episoden in der Rubrik sind in Planung…. Euch auch alles Gute! LG

      Antwort
  • 8. Januar 2015 um 15:18
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    Und was gibt’s zum Nachtisch? Küken?

    Antwort
    • 9. Januar 2015 um 21:19
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      Zum Nachtisch gibts meist die Vorstufe von Küken in Form von Karamellpudding!

      Antwort
  • 9. Januar 2015 um 7:54
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    Also ich finde, dass man da gerne richtiger (!) Vegetarier werden möchte!
    :-)

    Antwort
  • 11. Januar 2015 um 22:12
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    Da hab ich auch lange drauf gewartet. Würdest du dich bei den Krautreportern anmelden, hättest du für den Beitrag schon 500€ bekommen. Weiterhin gute Fahrt!

    Antwort
    • 12. Januar 2015 um 23:04
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      Danke für den Tipp! Das Honorar müsste ich dann eigentlich einer veganen Homosexuellen-Organisation spenden! LG

      Antwort

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