Chile – Nationalpark Torre del Paine

Die rund 150 Kilometer in den Nationalpark drifteten wir über eine staubige Schotterpiste. Steine mittlerer Größe schlugen beim Überfahren mit lautem Knall gegen das Bodenblech. Tiefe Schlaglöcher waren meist im letzten Moment zu erkennen. Ein Umstand, der häufig zu einem heftigen Bremsmanöver mit einknickenden Köpfen führte.
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Vor unserem Herannahen rettete sich der ein oder anderen Guanako – die wilde Form des Lamas – samt Nachwuchs durch einen Sprung auf oder unter die Böschung. Kleine und große Vögel testeten unser Nervenkostüm durch Kollisionskurs mit kurzfristigem Ausweichmanöver. Der Campingplatz war nahezu unbewohnt, so dass wir uns das Windschutzhäuschen mit der besten Aussicht auf das namengebende Bergmassiv aussuchen konnten, dem Turm von Paine.
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Ich möchte nicht allzu viel über den klimatischen Rahmen dieser Tage berichten, nur so viel: Es war sehr kalt, regnerisch und stürmisch. Die einzige Wärmequelle waren wir selbst und wir waren mehr oder weniger allein. Aber wir gewöhnten uns daran. Später werden wir uns gerne an diese Zeit zurück erinnern und dies sogar mit einer gewissen Sehnsucht verbinden.
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Kurze Ausflüge und längere Wanderungen füllten die langen Tage mit spannenden Begegnungen, spektakulären Aussichten, durchfeuchteter Kleidung, steifen Fingern und erschöpften Gliedmaßen. Tütensuppen vom Gaskocher bildeten dabei die kulinarischen Höhepunkte.

Ein geschwätziges Vogelpaar fachsimpelt über die Los Ramones.
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Die Landschaft wird durch Gletscher geformt.
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Wenn die Wolkendecke einen Blick freigibt wird es spektakulär.
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Neugieriges Gefieder sucht unsere Nähe…
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… häufig mit unverhohlenem Stolz.
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Der Zweibeiner angesichtig leckt sich das Huemul genüsslich das ausgehende Winterfell.
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Das Zusammenspiel von Vergänglichkeit und Erneuerung wird nicht durch forstwirtschaftliche Betätigung beeinträchtigt.
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Daher bietet sich dem Auge eine fast völlig unberührt scheinende Landschaft.
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4 Gedanken zu “Chile – Nationalpark Torre del Paine

  • 31. Dezember 2014 um 13:13
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    Hi Robert,
    tolle Fotos, allerdings hast Du anscheinend eine Menge Staub auf dem Sensor.
    Bei den Querformaten in der Mitte oben sind die in jedem Foto relativ gross zu sehen….
    Hast Du irgendwie eine Möglichkeit, das zu entfernen?
    Ist das überhaupt eine Kamera mit Wechseloptiken?
    Wäre schade, wenn die spektakulärsten Motive dadurch beeinträchtigt würden…
    LG. aus dem kuscheligen (5 Grad, grau und Nieselregen) Köln!
    Und guten Rutsch euch beiden, wo auch immer ihr seid ;-)

    Antwort
    • 31. Dezember 2014 um 19:43
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      Hi Thorsten,

      danke für den Hinweis, der Dreck ist weg. Ich hab das auch schon gesehen! War glücklicherweise alles auf dem Objektiv, was sich bei der Witterung nicht vermeiden lässt. Das Objektiv zu wechseln birgt immer ein gewisses Risiko, bislang ist – glaube ich – noch nichts auf dem Sensor. Aber ohne das richtige Objektiv gibt es halt auch keine richtigen Fotos.

      Wir wünschen Dir und Deiner Familie einen guten Rutsch ins neue Jahr! Viele Grüße Robert&Agnes

      Antwort
  • 9. Januar 2015 um 12:27
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    Schöne Fotos – spektakuläre Landschaften! Instant Fernweh…
    Alles Gute euch und weiterhin eine gute Zeit!

    Antwort
    • 9. Januar 2015 um 12:29
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      Ach und das Wägelchen passt sich in seinen Tarnfarben ja wirklich perfekt in die Landschaft ein;-)
      Gabba Gabba Hey!

      Antwort

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